TRIGGER TRIGGER

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TRIGGER - (Kurzspielfilm - Nach einer wahren Begebenheit)

DOP / KAMERA:  Christian Fleischer

DREHBUCH: Maximilian König, Till Krücken
Christian Fleischer

SCHNITT: Christian Fleischer, Till Krücken

REGIE: Till Krücken
TON: Jens Lustig

MUSIK & SOUND DESIGN: Friedhelm Mund

TONMISCHUNG: Friedhelm Mund

 

CAST:

Constantin Hühn – Jonas

Kassandra Hackenberg – Isabell

Reinhard Friedrich – Psychologe

Titus Novotny, Michael Bänsch, Oleg Novoselov – Täter

Katrin Heinke – Mutter

Michael Güllmar – Vater

Dirk Biedritzky – Lehrer

FÖRDERER: Heinrich Böll Stiftung / Stellwerk / audiovisual elements / Freistaat Thüringen Finanzministerium / Freistaat Thüringen Landestelle Gewaltprävention / gemeinsam STARK e.V. / Bündnis für Kinder gegen Gewalt

SYNOPSIS

Jonas wurde Opfer eines brutalen Überfalls durch drei Jugendliche. Danach ist nichts mehr wie es war. Selbst seiner besten Freundin Isabel wird Jonas´ apathische Abwesenheit zu viel.
Mit zunehmender Isolation und immer häufiger werdenden Panikattacken konfrontiert, begibt er sich auf die Suche nach den Ursachen seiner seelischen Verletzungen. Doch die liegen viel tiefer, als er dachte.

TRIGGER - Trailer

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MAXIMILIAN KÖNIG ÜBER DEN FILM

Mit 18 Jahren bin ich Opfer einer Gewalttat geworden, für die es keinen Grund gab.

Drei junge Männer, kaum älter als ich selbst, haben mich nicht einfach nur abgezogen.
Sie haben mich geschlagen, beschimpft, bedroht, getreten, mich erniedrigt. Sie sind dabei mit dem Ziel vorgegangen, einen anderen Menschen bewusstlos zu schlagen um ihn schließlich wie Dreck am Ufer eines Flusses liegen zu lassen. Warum?
Ganz einfach: Weil ihnen langweilig war.
Ich habe diesen Film nicht gemacht, um ein weiteres schreckliches Beispiel für die Grausamkeit junger Menschen in der heutigen Zeit zu geben, sondern damit sich andere in die traumatisierten Gewaltopfer hineinversetzen können – seien es die oft hilflosen Freunde und Verwandten oder auch die ahnungslosen Täter.
Doch vor allem habe ich diesen Film gemacht, um endlich die Geschichte eines Opfers in den Mittelpunkt zu stellen. Die Geschichte von Jonas.

CHRISTIAN FLEISCHER ÜBER DEN FILM

Alles begann mit einem brutalen Gewaltübergriff im Winter 2009, der als Vorlage für die Geschichte von Jonas dienen sollte. Meine erste Konfrontation mit der wahren Begebenheit, von Maximilian König sachlich in allen Einzelheiten erzählt, ließ mir einen Schauer über den Rücken laufen.
Doch mit jedem weiteren Treffen fand eine Annäherung an den Stoff statt, konnte ich mehr und mehr die innere Welt verstehen, die Isolation, die Angst und der mit Demütigung und Erniedrigung einhergende Selbstwertverlust eines normal erscheinenden, jungen Mannes.
Gemeinsam entstand so ein Drehbuch, in das immer wieder neue Erkenntnisse aus der Reflektion psychologischer Sitzungen einflossen, die zur Rahmenhandlung der fiktiven Geschichte von Jonas wurden.
Die Konzentration auf den „inneren Garten“ schafft dabei einen Wirkungsraum, in dem Jonas das Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit wieder kennenlernt. Doch in der Tiefe seines Unterbewusstseins verlangen verletzte und unterdrückte Gefühle danach, wahrgenommen,
aktzeptiert und gelebt zu werden und drängen unaufhörlich nach außen.
„Es geht um deine Gefühle Jonas, um tiefe Verletzungen“, um die innere Einstellung zum Leben und zu sich selbst, um mangelndes Selbstbewusstsein und Opfermentalität.
Wie verhalte ich mich, wenn ich in eine heikle Situation gelange und welche Gefühle verbinde ich damit? Anspannung, Unsicherheit und Angst?
Woher kommen diese Gefühle und wie gehe ich mit ihnen um? Kann ich sie wieder loslassen oder halte ich an ihnen fest? Worum kreisen dann die Gedanken in meinem Kopf?
Es geht um das Erinnern und das Entdecken von Automatismen, die auf traumatische Schlüsselereignisse zurückzuführen sind: mögliche Ursachen für die mentale Identifizierung damit, ein Opfer zu sein.
Eine Reise in die eigene Vergangenheit antreten zu können, das dabei ans Licht Kommende erkennen, annehmen und verarbeiten zu lernen und somit die nötige Veränderung für ein angstfreieres Leben zu ermöglichen, dafür soll dieser Film einen Anstoß geben.

TILL KRÜCKEN ÜBER DEN FILM

Die Motivation für meinen Debutfilm lag für mich vorallem in der filmischen und authentischen Umsetzung eines realen Stoffes. In meiner Jugend machte ich selbst intensive Erfahrungen mit einem gewaltbereiten Jugendmilieu, daher ließen mich die Schilderungen der wahren Begebenheit von Maximilian König nicht mehr los.
Die großartigen und intensiven Erfahrungen, die wir als Team während des kompletten Produktionszeitraumes gemacht haben sind schwer in Worte zu fassen. Wir lernten ebenso viel über die psychologischen Aspekte der zugrundeliegenden Themen, wie über die kreativen, technischen und die organisatorischen Vorgänge bei der Umsetzung eines Filmprojektes.
Ich persönlich bin stolz auf das Geschaffene und dankbar für jeden, der dieses Projekt unterstützt und mit uns an die Verwirklichung geglaubt hat!
Der Film „Trigger“ soll ein äußerst brisantes und gleichsam sensibel erzähltes Thema ins Bewusstsein rücken und dabei Raum für gewaltpräventive Selbstreflexion schaffen.

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